Anthroposophie

Rudolf Steiner führt vier Grundfarben ein, von denen uns drei bekannt sind, während die vierte eine Überraschung darstellt. Neben die herkömmlichen Extreme Weiß und Schwarz tritt zunächst als erster Farbton das Grün, das uns so stark in der Natur entgegenleuchtet. Dieses Trio wird durch die «Farbe des menschlichen Inkarnats», der «menschlichen Hautfarbe» ergänzt, die Steiner genauer als «Pfirsichblüt» beschreibt. Jede einzelne dieser vier Farben wird nun in das anthroposophische System eingebaut. Da so Steiner bei der Pflanze das Wesen des Lebens und die grüne Farbe ihr Bild ist, kommt er zu dem Grundsatz: «Grün stellt dar das tote Bild des Lebens.» Das menschliche Inkarnat ist nun wieder laut Steiner das Bild des Seelischen, ohne selbst seelisch zu sein. Es ist jedoch lebendig, und daher gilt als zweiter Grundsatz seiner Lehre: «Pfirsichblüt stellt dar das lebendige Bild der Seele.» (Ausführlicher Text)


Datierung: Unsere Darstellung beruht im wesentlichen auf drei Vorträgen von Rudolf Steiner, die sich mit dem «Wesen der Farbe» beschäftigen und im Mai 1921 in Dornach bei Basel gehalten wurden.

Referenzsysteme: Goethe

Literatur: R. Steiner, «Das Wesen der Farbe», dritte Auflage, Dornach 1980; J. Pawlik, «Goethe Farbenlehre» Verlag DuMont Schauberg, Köln 1974; H.O. Proskauer, «Zum Studium von Goethes Farbenlehre», Zbinden Verlag, Basel 1977.